Unsere Kooperationen

»Wir könnten viel, wenn wir zusammenstünden.«, heißt es in Schillers »Wilhelm Tell«. Wir schätzen uns glücklich, dass wir tatsächlich viel können, weil wir zusammenstehen – mit vielen anderen Stiftungen und Partnern in unserer Stadt. Vor allem bei längerfristig angelegten Projekten setzen wir auf Kooperationen, um uns gemeinsam stark zu machen – für junge Künstler*innen, für Kinder und Jugendliche, für Hamburg! So knüpfen wir laufend neue Netzwerke für Hamburgs Kultur.

Dorit & Alexander Otto Stiftung

Um Künstler*innen in der Corona-Krise zu unterstützen, hat die Dorit & Alexander Otto Stiftung 2020/21 eine Million Euro zur Verfügung gestellt und unter dem Motto »Kultur hält zusammen« gemeinsam mit der Hamburgischen Kulturstiftung einen Hilfsfonds initiiert. Durch diesen wurden rund 400 freischaffende Künstler*innen und Gruppen aller Sparten dabei unterstützt, auch in der Corona-Situation weiter zu arbeiten und ihre Vorhaben sichtbar zu machen. Die geförderten Projekte spannen den Bogen von Konzerten für Seniorenheime und Kitas über Schaufensterausstellungen und Streamingkonzerte bis zu künstlerischen Recherchen und literarischen Texten.

Seit 2019 fördern die Dorit & Alexander Otto Stiftung und die Hamburgische Kulturstiftung im Rahmen ihrer Kooperation ein eigens konzipiertes Comicprojekt für Kinder in St. Georg. Die Künstler*innen Jul Gordon und Eva Müller zeichnen, erfinden und erzählen gemeinsam mit den Kindern aus dem Stadtteil eigene kleine Comicgeschichten. Das offene Angebot findet einmal die Woche im Begegnungszentrum »Schorsch« in St. Georg statt.

Gemeinsam mit der Dorit & Alexander Otto Stiftung unterstützt die Hamburgische Kulturstiftung außerdem seit 2017 das Projekt »LichtwarkSchule«. Deren wöchentliche Kurse, die von jungen Künstler*innen geleitet werden, haben seit 2010 über 4.000 Hamburger Kinder und Jugendliche – vor allem in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf – erreicht. Durch das Erzählen von Geschichten und die Arbeit mit verschiedenen Materialien wie Ton, Papier, Pappmaché, Holz oder Leinwand fördern sie die Fantasie und die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. Ergänzt werden die Kurse durch gemeinsame Museumsbesuche und die aktive Einbindung der Eltern.

Kinder im Kunstkurs © LichtwarkSchule

PWC-StiftungJugend – Bildung – Kultur

Seit 2014 fördert die Hamburgische Kulturstiftung in Kooperation mit der PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur verschiedene Projekte der Kulturellen Bildung in Hamburg.

Von 2019 bis 2020 ermöglichte dieses gemeinsame Engagement die kulturpädagogische Werkstatt »Unsere Geschichte der Dinge« im fraplab, die Performance »Die kommenden Träume« auf Kampnagel und den futurologischen Kongress »Hamburger Menetekel« im SchauSpielHaus. Von 2016 bis 2018 konnte das Theaterprojekt »There’s no business like showbusiness« im FUNDUS THEATER unterstützt werden, das Kinder zu Programmdirektoren*innen und Geld zu Kunst machte. Im Rahmen des Audioprojekts »Hört mal – Hamburg!« der Initiative Ohrlotsen/MOTTE e. V. (2014 bis 2016) schwärmten acht- bis zwölfjährige Kinder in ihre Stadtteile aus, um mit dem Mikrofon Geräusche, Geschichten und Klänge zu sammeln. Anschließend produzierten sie unter Anleitung von Medienpädagogen*innen und Journalisten*innen kleine Musik- und Hörstücke.

Jugendliche im fraplab in der ehemaligen Viktoria-Kaserne Altona © Utta Hoffmann

Scheck-Stiftung

Zusammen mit der Scheck-Stiftung fördert die Hamburgische Kulturstiftung seit 2014 unter anderem die »Leselotte« des Seiteneinsteiger e. V. Einen Monat lang bekommen erste und zweite Grundschul­klassen Besuch von der »Leselotte«, einer Stoffraupe aus 25 Büchertaschen. Die kleinen Erstleser*innen können die Bücher nicht nur gemeinsam anschauen, sondern auch mit nachhause nehmen. So soll die »Leselotte« vor allem Kinder aus sozialen Brennpunkten in Kontakt mit Büchern bringen und die Freude am Lesen fördern.

Die »Leselotte« bringt Bücher in Grundschulklassen © Seiteneinsteiger e.V.

Fleetstreet Residenzprogramm

Raum für Experimente gibt es in klassischen Produktionsstätten nur selten. Das 2011 gemeinsam mit dem Fleetstreet e. V., der Rudolf Augstein Stiftung und der Kulturbehörde Hamburg initiierte, meist zweimonatige Residenzprogramm des Fleetstreet-Theaters richtet sich deshalb bewusst an junge Künstler*innen. Hier können sie spartenübergreifend mit Mitteln der performativen Künste, der Bildenden Kunst, des Films und der Musik arbeiten, eigenständig Projekte entwickeln und sie präsentieren.

  • Die Performance »Running Gag« von Tiina Sööt im Fleetstreet-Theater © Nora Jacobs

  • Johanna Gagern und Antje Lea Schmidt im Fleetstreet-Theater, während der Performance »Express yourself!«© Elisabeth Hardenberg

  • »AllGoRythm« eine Performance von JAJAJA im Fleetstreet-Theater © Lukasz Chrobok

Mara und Holger Cassens-Stiftung

Mit dem »Start Off«-Wettbewerb ermöglichen die Mara und Holger Cassens-Stiftung und die Hamburgische Kulturstiftung seit 2008 Regieabsolventen*innen der Theaterakademie Hamburg und Regieassistenten*innen der Hamburger Theater, sich mit den Produktionsbedingungen der Off-Theaterszene vertraut zu machen und ihre Arbeit der Öffentlichkeit vorzustellen. Eine Jury prämiert das überzeugendste Konzept, und das LICHTHOF Theater stellt Raum, Technik und ein Produktionsbudget für die Inszenierung zur Verfügung. Zu den bisherigen Preisträger*innen gehören u. a. Felix Rothenhäusler, Felix Meyer-Christian, Henri Hüster, Clara Weyde und Moritz Beichl.

  • »Murphys Gesetz«, inszeniert von Alek Niemiro, 2018

  • Alexander Angeletta und Philipp Auer in »Montagskinder«, inszeniert von Moritz Beichl, 2018

  • »Das Totenschiff« von der Regisseurin Clara Weyde, 2016

Weitere Kooperationspartner*innen

  • Gabriele Fink Stiftung
  • Ian und Barbara Karan-Stiftung
  • Körber-Stiftung
  • Patriotische Gesellschaft von 1765
  • STADTKULTUR Hamburg
  • Hildegard-Sattelmacher-Stiftung
  • Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
  • Claussen-Simon-Stiftung
  • ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
  • Rudolf Augstein Stiftung
  • Hanns R. Neumann Stiftung